Abteilungsfoto: Abteilung Psychologische Diagnostik

Projekte

Drittmittelprojekte

2021 – laufend OSA Portal

Seit 2017 arbeiten wir mit Prof. Stefan Höft von der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit und Prof. Benedikt Hell von der Fachhochschule Nordwestschweiz im D-A-CH Verband „OSA-Portal“ im Kooperationsverbund zusammen. Als 3-länderübergreifende Initiative geht es darum,  deutschsprachige Online-Self-Assessments zur Studienorientierung und Studienberatung zu sammeln und in einem Internetportals ist die systematische Aufbereitung von Informationen über vorhandene Online-Self-Assessments für Studieninteressierte, Studien-, Berufs- und Laufbahnberatende sowie die Anbieter und Konstrukteure der Self-Assessments. Der nächste Schritt, an dem wir seit etwa 2018 inhaltlich begonnen haben zu arbeiten, und den wir in diesem Projekt nun systematisch angehen werden, ist unter anderem die Entwicklung eines Qualitätssystems und eines Reviews zur Beurteilung von angebotenen Online-Self Assessments.


2019 PIAAC

Im Auftrag der Statistik Austria haben wir für das Projekt PIAAC der OECD die Qualität der Items für Österreich wissenschaftlich überprüft und dabei in der Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus den Sozialwissenschaften, aus der Statistik und der Sprache viel über internationale Testprojekte und die Vergleichbarkeit von Items gelernt.


2018 – laufend

Das Ziel des Projektes ist es, anhand einer repräsentativen Zufallsstichprobe festzustellen, ob und inwieweit aktuelle familienrechtspsychologische Gutachten in Österreich wissenschaftlichen Mindeststandards genügen. Ausgehend von den Ergebnissen ist es darüber hinaus ein Ziel des Projekts die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis zu verbessern. Auf Empfehlung des Bundesministeriums für Justiz werden das Projekt und die durchführende Arbeitsgruppe unter die Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen (BMGF) gestellt. Weiters wird das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP) und mit dem Hauptverband der Gerichtssachverständigen (HV-GSV) bearbeitet Die Projektleitung obliegt Anton Rupert Laireiter und Tuulia Ortner.


2016 – laufend LehrerInnenbildung im Verbund Cluster Mitte OSA und Elektronischer Zulassungstest

Im Auftrag des Verbund Cluster Mitte haben wir – basierend auf ein gemeinsam mit Expertinnen und Experten an den Standorten erstelltes ausführliches Anforderungsprofil – seit 2016 in einem ersten Schritt ein völlig neuartiges Online Self Assessment (OSA) entwickelt: Bei unserem Online-Self Assessment geht es nicht nur um die Erfassung der Selbstsicht anhand von Fragebögen, sondern darüber hinaus stecken im OSA auch „Arbeitsproben, die von den Studieninteressierten tatsächlich bearbeitet werden sollen. Studierende sollen nicht nur etwas über ihre selbsteingeschätzten Merkmale lernen, sondern auch Inhalte kennenlernen, die im Studium unabdingbar sind, und sich selbst in Situationen erleben und besser kennenlernen, die für das Studium typisch sind. Viele Rückmeldungen der vergangenen Jahre haben uns gezeigt, dass diese Erfahrungen gerade zu Beginn des Studiums zwar als intensiv, aber auch als nützlich erlebt werden.

Beim elektronischen Zulassungstest haben wir in der Entwicklung auf das Anforderungsprofil Bezug genommen, und bei der Entwicklung von mehr als 10 Testkonzepten bei den Leistungs- und Persönlichkeitstestaufgaben konsequent auf den Kontext Lehren und Lernen gesetzt. Im Jahr 2019 erfolgte die erste Vorgabe der Aufgaben. Erste Evaluierungsdaten zeigen den Zusammenhang zum Studienerfolg.

Neben den psychologischen und testtheoretischen Entwicklungsaufgaben, war das Team bis 2021 auch maßgeblich an der elektronischen Umsetzung der Aufgaben sowie der Organisation und Realisierung der Durchführung der Testzeitpunkte an den Standorten im Cluster beteiligt.


2016-2021    Entwicklung Studieneignungstest Medizin und Studierendenauswahl

Nach einer intensiven Entwicklungsphase von insgesamt acht maßgeschneiderten computerisierten neuen Leistungs- und Persönlichkeitstests haben wir fünf Jahre lang die Studierendenauswahl für reine renommierte internationale Privatuniversität computerisiert durchgeführt.


2017-2020  FFG: Entwicklung und Validierung eines innovativen modularen und objektiven „Pilot-Selection-System“

Was passiert, wenn die AMST modernste Flugsimulator-Technologie mit modernen Objektiven Persönlichkeitstestkonzepten vermischt? Es entsteht der erste Objektive Test zur Erfassung von relevanten Persönlichkeitsmerkmalen von PilotInnen, der im Simulator durchgeführt wird! Neben der Entwicklung der Testidee und der Umsetzung in spannenden Teams mit Expertise aus Psychologie, Technik, Programmierung, und natürlich Aviation haben wir trotz Covid-19 erfolgreich erste Erprobungsstudien durchgeführt.


2015 – laufend Forschungsbegleitung des PANDA Women Leadership Contests

Uns wird seit 2015 die große Ehre zuteil, den PANDA Women Leadership Contest wissenschaftlich zu begleiten. Dieses weltweit einzigartiges Event-Format wurde zunächst speziell für Frauen in Führung entwickelt und bietet ihnen die Chance, ihre Führungsqualitäten zu entwickeln, sich auszuprobieren und Feedback zu erhalten. In den vergangenen Jahren haben wir Dank Isabella Hoyer und Stuart B. Cameron sowie der Freude der Teilnehmerinnen mehr über Frauen und Führungserfolg zu erfahren viele neue Erkenntnisse sammeln können.


2010-2014 DFG: Konvergente und divergente Validität Objektiver Persönlichkeitstests: Konsistenz von Messergebnissen über Methoden und Situationen

Die neue Generation Objektiver Persönlichkeitstests (OPTs) erfasst computerisiert in standardisierten (Miniatur-)Situationen Persönlichkeitsmerkmale über das Verhalten bei möglichst unverfälschbaren (Leistungs-)Aufgaben. Probleme ergeben sich aktuell aus ungeklärten Fragen bezüglich ihrer Reliabilität und Validität. Ziel des Projektes war es, OPTs, Implizite Assoziationstests (IATs) und Selbstberichte (über Ratingskalen) zur Erfassung von drei verschiedenen Konstrukten zur Prüfung spezifischer Hypothesen in einem gemeinsamen Untersuchungsdesign systematisch in Bezug auf ihre spezifischen Messeigenschaften zu prüfen. Zwei Ziele standen im Mittelpunkt des Projekts: Zunächst wurden die konvergente und diskriminante Validität Objektiver Persönlichkeitstests geprüft und unter anderem die Frage untersucht, ob Objektive Persönlichkeitstests systematisch unterschiedliche Teilaspekte von Konstrukten erfassen als IATs und Selbstbericht. Zweitens wurde der Frage nachgegangen, in welchem Ausmaß Objektive Persönlichkeitstests im Vergleich zu den anderen Methodengruppen situationsspezifische State- versus stabile Traitaspekte erfassen. Die Untersuchung erfolgt mithilfe eines erweiterten Multitrait-Multimethod-(MTMM)-Designs. Zu insgesamt drei Messzeitpunkten wurden 300 Personen getestet. Dieses Projekt war vermutlich das aufwändigste Grundlagenprojekt zu Objektiven Persönlichkeitstests seit den 70er Jahren, und hat anhand neuer Methoden viele lange offene Fragen beantworten können.